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Kleine und mittlere Unternehmen: Potential von Social Media wird nicht ausgeschöpft

Mehreren Artikeln habe ich bereits einem meiner Lieblingsthemen gewidmet – den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Denn die KMU und SoM (Social Media 😉 ) finden so langsam zusammen – die meisten Unternehmen sind bereits aktiv. Allerdings noch etwas planlos – das große Potenzial von Social Media wird noch selten voll genutzt. Mag es an Alibi-Präsenzen („unser Praktikant betreut unsere Seite in Facebook “), an fehlenden Kompetenzen oder schlicht an Kapazitätsengpässen bzw. Zeitmangel liegen. Oft auch gibt es keine Strategie und kein klares Ziel für das SoM Engagement.

Dabei liegen die Vorteile dieser digitalen Dialogform auf der Hand: Vergrößerung des Interessenten- und Kundenkreises, Informieren übers eigene Business, Service vor und nach dem Kauf, Abgrenzung zum Wettbewerb … und so ganz nebenbei erfährt man von den Kunden, was sie sich eigentlich für Produkte und Dienstleistungen wünschen. Alleine diese Tipps geben nicht selten wertvolle Anstöße für Innovationen.

Das Erfolgsrezept für KMU liegt in SoLoMo

„Social, Local, Mobile“ – das sind die Trends im Internet. Immer mehr Anwendungen werden auf performante, internetfähige, mit GPS ausgestattete mobile Endgeräten abgestimmt. Genau dieser Trend unterstützt die traditionelle Kernkompetenz vieler KMU: nämlich das lokale Business, die Kundennähe und die Serviceorientierung.

Empfehlenswert sind beispielsweise die Einbindung von lokalen Social Media Plattformen und Bewertungsdiensten wie Qype oder Foursquare ins Konzept. Ebenso können Google Maps und Google Places im SoLoMo-Sinne genutzt werden. Auch KFZ-Navigationssysteme können durch den Einsatz von POIs und entsprechenden angeboten darauf sinnvoll fürs Geschäft vor Ort eingesetzt werden.

Die Unternehmen, die den Dreiklang Social, Local und Mobile für sich erschließen, können damit ihr Marketing um ein vielfaches wirkungsvoller, gar revolutionierend gestalten.

Die Kernergebnisse der Studie

Der noch gegenwärtige Einsatz von Social Media in KMU  wird durch eine neue Studie, die an der Hochschule Bremerhaven unter der Regie von Frau Prof. Heike Simmet durchgeführt wurde, erneut erforscht. 500 kleine und mittelständische Unternehmen wurden über ihr (oft zu optimierendes) Verhältnis zu Social Media befragt. Die wichtigsten Ergebnisse habe ich Ihnen hier zusammen gestellt:

  • 75% der befragten Unternehmen sind in geschäftlichem Interesse bereits im Social Web aktiv – dies mit privatem oder teils mit geschäftlichen Account
  • Die bekannten Social Media Plattformen kennen bereits die kleinen und mittelständischen Unternehmen
  • Die am häufigsten genutzten SoM-Plattformen sind Facebook (53,9%), XING (50,8%) Twitter (35,9%), YouTube (25,9%), Blogs (21.4%) und LinkedIn (16,9%). Google+ spielt mit 6% Nutzung kaum eine Rolle
  • Ziel der Aktivitäten ist überwiegend ein Vorsprung in Öffentlichkeitsarbeit (59,2% volle Zustimmung), mehr Bekanntheit (48,7% volle Zustimmung), Werbung (36,9% volle Zustimmung) und Aufbau einer Echtzeit-Kommunikation mit den Teilnehmern (33,5% volle Zustimmung)
  • Die Aktualisierung der Beiträge in Social Media erfolgt mehrmals in der Woche (41,8%) oder sogar täglich (20,7%)
  • Dafür setzen die befragten KMU einen bzw. mehrere Mitarbeiter ein, die mindestens 30 Minuten (35,5%), 30 Minuten – 2 Stunden (39,0%) oder sogar 2 – 3 Stunden (15,1%) täglich in den Social Media Plattformen für das Unternehmen aktiv sind
  • Ausgewählt für das Community Management werden Mitarbeiter, die vor allem über Kommunikationsfähigkeit, Dialogkompetenz, soziale Kompetenz, Sprachkompetenz und Kritikfähigkeit verfügen
  • Besonders wichtig wird dabei der Umgang mit vertraulichen Informationen, die Einhaltung des Urheberrechtes und die Beachtung der Unternehmensethik angesehen
  • Von den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die noch nicht in den sozialen Netzwerken vertreten sind, sieht fast die Hälfte (47,3%) Handlungsbedarf
  • Innerhalb der nächsten 6 – 12 Monate wollen 41,4%, innerhalb der nächsten 3 – 6 Monate 22,4% und in den nächsten 3 Monaten 13,8% dieser Unternehmen aktiv werden
  • Die Neueinsteiger planen ihre erste Aktivität überwiegend auf Facebook  (74,1%). Darüber hinaus werden Präsenzen auf XING (41,4%) und YouTube (20,7%) angestrebt

An welchem Punkt befinden sich Ihre Social Media Aktivitäten im Unternehmen? Sind Sie schon „drin“ oder überlegen Sie noch? In beiden Fällen unterstütze ich Sie gerne dabei, Ihren Kundendialog zu optimieren und die Social Media Aktivitäten in Ihre Unternehmenskommunikation einzubinden.

(Bild „Büro“ oben: Lizenz CC BY 2.0, Fotograf Erich Ferdinand „erix“)
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